Der urbane Blick:
Stadtraum als Kunstraum
Die Metropole bringt ihre eigenen Bilder hervor. Kunstbücher, Fotobände und Ausstellungskataloge über den urbanen Raum als Bild, Lebensraum und künstlerischen Handlungsraum.
Die Metropole ist nicht nur Gegenstand der Kunst, sie bringt die Bilder selbst hervor.
Äußerlich geformt durch Architektur, Autos, Plätze und Straßenschluchten, Vegetation sowie Industriebrachen überlagern sich ihre Gestaltungselemente zu einer ständig verändernden Landschaft. Ein Bild unserer Zeit.
Doch die Stadt erzeugt nicht nur Bilder. Sie ist Lebensraum und gesellschaftlicher Handlungsraum. Kunst kann unmittelbar in diesen Raum eingreifen, ihn sich aneignen, kommentieren oder verändern. Aus dem urbanen Blick auf die Stadt wird der Stadtraum selbst zum Kunstraum.
Die hier versammelten Kunstbücher, Ausstellungskataloge und Fotobände bewegen sich zwischen diesen beiden Polen: der Metropole als Produzentin von Bildern und dem Stadtraum als Ort künstlerischen Handelns.
Sie zeigen Stadt als gebaute Umgebung und gelebten Alltag, als Bildspeicher und Material – und als einen Raum, der sich permanent neu schreibt.
Seit seinem Wechsel nach Frankfurt hat der mehrfach ausgezeichnete Fotograf Wolfgang Stahr die Stadt mit einer fast ethnografischen Neugier erkundet.
Garden Escapes von Lu Mazen zeigt Gärten als Orte zwischen Rückzug, Erinnerung und gesellschaftlicher Wirklichkeit.
Wolfgang Bellwinkel zeigt Fotografien, die rund um das Fotofestival entstanden sind. Er interessiert sich weniger für die Patina der südfranzösischen Metropole als die Auswüchse der Globalisierung.
Jost Galles Buch ist die Liebeserklärung eines Flaneurs an die Fotografie. Auf seinen täglichen Spaziergängen dokumentiert er das auffallend Unauffällige der Metropole Berlin.
Die Fotografien der Filmemacherin und Autorin zeigen einmal mehr, dass es einen Unterschied zwischen dem filmischen und dem fotografischen Blick gibt. Bilder aus der Megacity Seoul.
Kooperative Kunststrategien und Beteiligungs-potentiale im öffentlichen Raum. Gefördert wurden Ausstellung und Publikation durch das Projektstipendium »Präsentationen zeitgenössischer bildender Kunst« des Berliner Senats
Als Zolondowski mit Andreas Langer, einem befreundeten Landschaftsplaner, über eine ursprünglich geplante Serie mit Aquarellen von Pflanzen in der Natur, sprach, riet ihm dieser, es doch lieber mit ihren Artgenossen aus der Stadt zu versuchen.
Old-school oder post-digital: Alexander Hilbers Instagram-Feed goes Buch und erhebt Berlins Plakat-Fragmente zum Gesamtwerk. Die Poesie der Décollage und urbanen Bildfragmente, neu gelesen.
Haitte – zu Besuch im Taut Haus lässt sich als gelungenes Beispiel für die Kunst-Rezeption außerhalb des White Cubes lesen. Weil es gelingt, die Distanz zwischen Betrachter und Objekt aufzuheben.Und das in einem gewöhnlichen Reihenhaus.
Lockemann beschäftigt sich mit der Zukunft der Mobilität. Als Fotografin beobachtet Lockemann, wie sich technische Innovationen, neue Verfahrensweisen und soziale Interessen zu einer Art urbaner Dynamik verbinden
Wie lebt es sich mit Architektur? Katja Sengelmanns Gespräche mit Bewohner*innen und Martin Zellerhoffs Fotografien erzählen vom Alltag in Bruno Tauts Waldsiedlung Zehlendorf. Anlässlich der Aufnahme ins UNESCO-Welterbe erscheint das sozialhistorische Porträt 2026 in fünfter Auflage und neuer Gestalt.
Ein Malbuch mit SUVs? Halloooo? Political correctness? Nun, wer das denkt, ist Meiocerto prompt in die Falle getappt. Denn mit diesem kleinen Büchlein durchbricht der Künstler tradierte Denkmuster und reibt sich an den künstlichen Paradiesen, für die so viele Malbücher und Mandalas stellvertretend stehen.












