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Christian Fichtl A PAINTER SPEAKS | KRAUTin Verlag

Christian Fichtl

A PAINTER SPEAKS

A book based on the discussions on art related topics on reddit

Buch in englischer Sprache

20,00 €

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Künstlerbuch, 2026
Softcover mit Fadenheftung

in englischer Sprache

76 Seiten

ISBN 978-3-96703-180-5

In A Painter Speaks reflektiert der Maler Christian Fichtl über Malerei, Gegenwartskunst und die Bedingungen künstlerischer Arbeit. Die Texte erklären Kunst nicht, sondern beobachten ihre Entstehung. Was als Diskussion auf Reddit begann, wird zum offenen Denkprozess über Malerei, Kunstbetrieb und Gegenwart – direkt, zugespitzt und ohne Schönfärberei. So entsteht ein Einblick in künstlerisches Denken, der die Linie klassischer Künstlergespräche fortsetzt. Nur anders, als Cabanne oder Sylvester es vielleicht gedacht hätten.

„Ever wonder what artists write during their free time?“

Der Satz wirkt beiläufig. Fast wie ein salopper Einstieg, wie man ihn aus Foren oder Social Media kennt. Doch genau darin liegt seine Stärke – im Understatement.

Denn was hier als „free time“ fungiert, ist in Wahrheit der Moment, in dem der Künstler sich Klarheit über seine Arbeit verschafft.

Vielleicht müssen wir uns deshalb auch eine ganz andere Frage bei diesem Buch stellen. Nicht: Was schreibt der Künstler da in seiner freien Zeit? Sondern: Ist es tatsächlich ein Künstler, der schreibt? Oder haben wir es nicht eher einem Autor zu tun, der malt.

Einer, der das Medium wechselt, nicht aus Neugier, sondern aus Notwendigkeit. Weil es Aspekte seiner Arbeit gibt, die sich im Bild so nicht sagen lassen.

Das würde die naheliegende Lesart in die Irre führen: So könnte man es für eine lose Sammlung von Notizen, vielleicht für ein Reddit-Tagebuch halten.

Aber das greift zu kurz.

A Painter Speaks steht in einer anderen Tradition: den Gesprächen über Kunst als Einblick in den künstlerischen Prozess – etwa bei David Sylvester mit Francis Bacon oder Pierre Cabanne mit Marcel Duchamp.

Mit einem entscheidenden Unterschied:

Fichtl führt dieses Gespräch nicht im geschützten Raum eines Interviews, sondern in der Öffentlichkeit. Reddit ersetzt hier das Gegenüber.

Das Entscheidende – und vielleicht das Schönste an diesem Buch:

Man schaut dem Künstler nicht beim Malen, sondern beim Denken über die Schulter. Man beobachtet, wie er die Grundlagen seiner Arbeit formuliert.

Die Texte entstehen im Austausch, im Widerspruch, in der Reaktion. Sie sind nicht geglättet oder nachträglich kuratiert. Stattdessen behalten sie den Charakter eines offenen Denkprozesses.

Inhaltlich bewegt sich Fichtl entlang zentraler Konfliktlinien der Gegenwartskunst: Das reicht von Social Media als (Brand-)Beschleuniger und Entwerter, dem Kunstmarkt als Raum von Opportunismus und Moral als Mittel im Wettbewerb.

Seine Positionen sind bewusst zugespitzt. Wenn er Social Media als strukturell problematisch beschreibt oder Künstler kritisiert, die aus strategischem Kalkül arbeiten, dann geht es nicht um Ausgewogenheit, sondern um Haltung.

Gerade darin liegt die Nähe zu den klassischen Künstlergesprächen: Auch bei Bacon oder Duchamp ging es nicht um Antworten, sondern um das Sichtbarmachen eines Denkens.

Besonders deutlich wird das in seinen Texten zur Malerei. Bei Luc Tuymans oder Peter Doig interessiert ihn nicht die stilistische Einordnung, sondern die Frage nach Integrität. Malerei erscheint als Feld, in dem sich ästhetische, ökonomische und ethische Entscheidungen überlagern. Gute Malerei entsteht dort, wo Risiko und Haltung zusammenkommen – nicht dort, wo sie gefallen will.

Dabei insistiert das Buch auf einem Begriff von Autorschaft, der heute fast anachronistisch wirkt: Kunst als Ergebnis innerer Notwendigkeit – gegen ein System, das Sichtbarkeit, Tempo und Anpassung belohnt.

Die Form verstärkt das. Kurze, datierte Einträge, ohne Absicherung, ohne endgültige Synthese. Man liest keine abgeschlossene Theorie, sondern verfolgt eine Position im Entstehen.

A Painter Speaks ist kein Buch, das erklärt, wie Kunst funktioniert. Es ist ein Buch, in dem sichtbar wird, wie ein Künstler versucht, das für sich zu klären.

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