Ulrike Kessl
ZEICHENBUCH
Auszüge aus den Zeichenbüchern von 2017–2023.
Mit einem Nachwort von Gunda Luyken.
28,00 EUR
Ulrike Kessl
ZEICHENBUCH
Aus den Zeichenbüchern 2017–2023. Mit einem Nachwort von Gunda Luyken.
28,00 EUR
Künstlerbuch, 2023
mit einem Nachwort von
Gunda Luyken
Hardcover,
Fadenheftung
Format 210 x 210 mm
84 Seiten
ISBN 978-3-96703-095-2
Mit dem Zeichenbuch, genauer: den Auszügen aus ihren Zeichenbüchern, ist Ulrike Kessl so etwas wie ihre eigene kleine Wunderkammer gelungen.
Auf gerade mal 21 x 21 cm – dem Buchformat, dass die Künstlerin auch für tägliche Arbeit nutzt – reiht Kessl hier „Exponat“ an „Exponat“. Nur eben nicht unter Glas oder geschützt von einer Vitrine, sondern sauber faksimiliert, zum Anfassen und Durchblättern.
Die Düsseldorfer Künstlerin, die sich mit dem Erleben von Raum auseinandersetzt, gibt hier einen Einblick in ihre umfassenden Vorarbeiten. Es scheint dabei, als beträte man mit Kessls Zeichenbuch ein Labor oder Experimentierfeld, in dem Notizen, Zeitungsausschnitte und Fotos zusammengetragen wurden, ebenso wie kleine spielerische (Zeichen-)Experimente oder Skizzen von Objekten in ganz konkreten räumlichen Situationen.
Mit dem Zeichenbuch, ist Ulrike Kessl so etwas wie eine kleine Wunderkammer gelungen. Auf gerade mal 21 x 21 cm – dem Buchformat, reiht die Künstlerin hier „Exponat“ an „Exponat“ Nur eben nicht unter Glas oder geschützt von einer Vitrine, sondern sauber faksimiliert, zum Anfassen und Durchblättern.
Es scheint als beträte man ein Labor oder Experimentierfeld, in dem Notizen, Zeitungsausschnitte und Fotos zusammengetragen wurden, ebenso wie kleine spielerische (Zeichen-)Experimente oder Skizzen von Objekten in konkreten räumlichen Situationen.
Die Düsseldorfer Künstlerin, die sich mit dem Erleben von Raum auseinandersetzt, gibt damit erstmals einen spannenden Einblick in die umfassenden Vorarbeiten, die bisher nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren.
„Textilien sind für die Künstlerin form- und farbgebendes Material …
Eines dieser Experimente ist „Piep und Korbstuhl“. Ursprünglich als Vorzeichnung gedacht, entstand beim Zuklappen des Buches ein Farbklecks auf der gegenüberliegenden Seite. Aus einer Laune heraus spiegelte Kessl die Bleistiftzeichnung des Stuhls auch auf der anderen Seite und schuf so aus der Doppelseite ein eigenständiges Bild.
Aus der Luftaufnahme eines Ölfelds schnitt sie einzelne Stücke heraus, drehte diese um 90 Grad, und entdeckte in den Bohrtürmen Strukturen von Baumrinde, die sie daneben zeichnete.
Dieses und vieles andere mehr erfährt man aus dem kundigen Nachwort von Gunda Luyken, das einem immer wieder aufschlussreich bei der Einordnung einzelner Arbeiten zur Seite steht.
… das in ungewohnte Zusammenhänge gebracht wird.*“
Dank dieser erschließt sich hier ein ganz eigener, faszinierender Kosmos bevor er in die Ausstellungswelt gelangt. Alltagstaugliche Gegenstände wie Warnwesten, Wurfzelte genauso wie Jeans, Röcke oder Strumpfhosen, erfahren bei Ulrike Kessl immer wieder eine verblüffende Umdeutung, mit der sie die Rolle der Kultur in einer Postwachstums-Gesellschaft spielerisch auslotet.
Das Interessanteste aber ist die Rätselhaftigkeit der Objekte zunächst selbst zu erkunden. Und dann der eigenen Dialektik des Staunens zu folgen.
Deswegen die Empfehlung: Erst anschauen, dann lesen.
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*aus dem Nachwort von Gunda Luyken.
Ulrike Kessl – Zeichenbuch
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